BIÖG Jugendsexualitätsstudie
Jugendsexualitätsstudie: Prävention an Schulen wichtig für die Sexualaufklärung.
Nach Auswertung der Befragung von 5.855 jungen Menschen im letzten Jahr kommt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zu dem Ergebnis, dass Jugendliche immer später sexuell aktiv werden.
Die aktuelle Jugendsexualitätsstudie ergab: Nicht nur der erste Sex, sondern auch das Küssen hat sich gegenüber den Antworten 2019 nach hinten verschoben. Hatten vor sieben Jahren 61 Prozent der 17-Jährigen bereits Sex, so sind es aktuell nur noch 40 Prozent. Wichtig sind der „richtige“ Zeitpunkt und die "passende" Partnerperson: Beim ersten Sex ist die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einer festen Beziehung (weiblich: 65 %, männlich: 53 %) oder gut bekannt (weiblich: 25 %, männlich: 31 %).
Verhütung ist den Jugendlichen bewusst und wichtig: Kondome sind beim ersten Sex nach wie vor im Einsatz (76 %). Die Pille wird im Vergleich dazu deutlich seltener verwendet (2025: 34 %, 2019: 30 %).
Suchmaschinen sind bei Fragen rund um Verhütung und Sexualität für über die Hälfte der Jugendlichen eine gute Informationsquelle. Dabei erklären 85 Prozent der Befragten Aufklärungs- und Beratungsseiten für vertrauenswürdig. Wohingegen Sozialen Medien und KI-generierten Inhalten eher Skepsis entgegengebracht wird.
Uns freut es sehr, dass die Jugendsexualitätsstudie bestätigt, wie wichtig Prävention an Schulen ist: Denn 78 Prozent der Jugendlichen geben an, in der Schule Wissen über Sexualität und Verhütung erhalten zu haben.
Die Bildungsangebote der AidsHilfe Konstanz sind kostenlos. Vereinbaren Sie gerne einen Termin für Schüler:innen an Ihrer Schule oder auch für Multiplikator:innen, um für HIV und STI zu sensibilisieren und über Infektionen, Ansteckungswege und Schutzmaßnahmen zu informieren. Per E-Mail an efkes@aidshilfe-konstanz.de oder telefonisch unter 07531/21113.
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